Einheitliche Zusatzalarmierung

Die integrierte Leitstelle Traunstein führt in den Landkreisen, die ihrer Zuständigkeit angehören (AÖ, BGL, MÜ und TS), eine einheitliche Zusatzalarmierung ein.

Künftig werden also alle aktiven Feuerwehrdienstleistenden (Art. 6 BayFwG) nicht nur mehr über die Sirene und die Funkmeldeempfänger alarmiert, sondern zusätzlich noch über eine Smartphone-App.

Seit Anfang Oktober haben wir in der Feuerwehr das neue Ersatzalarmierungssystem eingerichtet. So haben wir die für uns wichtigen Einstellungen in der Software vorgenommen, zwei Bildschirme zur Einsatzvisualisierung angebracht und die App wurde im kleinen Kreis bestehend aus Führungskräfte und Mannschaft getestet.

Anfang November bekamen dann allen Aktiven den Zugang zur App. So nutzen jetzt 62 aktive Feuerwehrleute das neue System. Dies entspricht etwa zwei Drittel der Aktiven der Feuerwehr Schwindegg. Alle anderen, denen die Nutzung der App nicht möglich ist, bekommen im Alarmfall über das neue System eine SMS mit dem Einsatzstichwort zugesandt.

Der Feuerwehrverein beschaffte einen großen Monitor, auf dem im Ruhemodus aktuelle Termine, das Wetter und die Verfügbarkeit der Feuerwehrleute angezeigt wird.

Im Einsatzfall springt die Anzeige des Bildschirmes um und es werden das Einsatzstichwort, die Adresse der Einsatzstelle sowie die alarmierten Fahrzeuge angezeigt. Des Weiteren wird ein Ausdruck generiert, auf dem die wichtigsten Informationen zu dem Einsatz stehen. Auf der Rückseite des Ausdrucks befindet sich eine Anfahrtsskizze zur Einsatzstelle und es werden die vier nächstgelegenen Hydranten angezeigt.

Zusätzlich zu den Bildschirmen und den Ausdrucken befindet sich in unserem Mehrzweckfahrzeug ein Tablet, auf dem ebenfalls relevante Einsatzinformationen, eine Karte mit Hydranten und die Fahrzeuge unserer Feuerwehr angezeigt werden.

Über die Alamos Alarm-App wird aber nicht nur alarmiert, auch die Terminverwaltung läuft über das neue System. In der App gibt es einen Kalender, in dem alle anstehenden Übungen und Termine angezeigt werden, zudem bekommen die Kameradinnen und Kameraden einige Tage zuvor eine Erinnerung über anstehende Termine.

Ende des Jahres werden bei uns alle bisher vorhanden Zusatzalarmierungssysteme durch das neue System der Leitstelle abgelöst. 

Den Großteil der Kosten für die neue Ersatzalarmierung übernimmt der Landkreis Mühldorf, lediglich die Kosten der SMS-Alarmierung fallen auf die Gemeinde Schwindegg zurück.

Wir bedanken uns an dieser Stelle beim Landkreis Mühldorf sowie der Kreisbrandinspektion, der integrierten Leitstelle Traunstein und der Gemeinde Schwindegg für die Übernahme der Kosten und der Unterstützung bei der Einrichtung des Ersatzalarmierungssystems.